Schutzmasken wie sie heute bekannt sind, gibt es seit den 20er Jahren und dienten hauptsächlich dem militärischen oder zivilen Schutz. Aber schon damals bestand die Notwendigkeit, sich gegen Atemgifte und Krankheitserreger zu schützen. Es wird zwischen Ganz-, Halb- oder Viertelmasken unterschieden. Diese sind in den EU-Normen EN 136 sowie EN 140 geregelt. Halbmasken werden über Mund und Nase getragen. Dazu gehören die FFP-Masken. Diese Maske wird je nach Zweck und Schutzart in drei Schutzklassen eingeteilt.

Was ist das Besondere an FFP-Masken?

Das sind Masken, die verschiedene Partikel filtern. Deshalb werden sie gerne von der Feuerwehr, der Rettung und dem Technischen Hilfswerk getragen. Staub, Mikroorganismen sowie alle Arten von Staub werden so gefiltert. Diese Schutzmaske wird deswegen zur Reinigung von Tanks oder für die Arbeit mit feinen Holzspänen verwendet. Dafür bietet diese Mundschutzmaske keinen Schutz gegen Gase. FFP-Masken werden in die Schutzklassen FFP1, FFP2 sowie FFP3 eingeteilt. Diese regeln, wo und wofür sie getragen werden. Diese Masken sind meistens geprüft und tragen ein Prüfsiegel. Viele tragen auch das CE-Zeichen. Das bedeutet, dass sie in der Europäischen Union zugelassen sind. Diese Maske besitzt eine Schutzwirkung von mindestens 95 Prozent. Sie filtert auch Rauch und Nebel, feste sowie flüssige Partikel. Deshalb eignet sich diese Mundschutzmaske sehr gut für Arbeitsplätze. Sie filtert darüber hinaus das 10-fache der Konzentration von Stoffen am Arbeitsplatz, jedoch keine Mikroorganismen, wie zum Beispiel Viren oder Bakterien.

Was ist beim Tragen der FFP2 Maske zu berücksichtigen?

Diese Maske sollte zunächst so aufgesetzt werden, wie in der Beschreibung vorgegeben. Nur so kann sie auch den bestmöglichen Schutz garantieren. Vor dem Aufsetzen ist es unumgänglich, Hände und Gesicht gründlich zu reinigen (Wasser, Seife). Die Maske muss gut über Mund und Nase sitzen. Nach dem Abnehmen müssen die Hände wieder gründlich gewaschen werden. Diese Masken sind für eine Nutzungsdauer von acht Stunden während einer Schicht vorgesehen. In dieser Zeit dürfen sie nur einmal getragen werden. Das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) empfiehlt Masken mit einem Atemventil nur 120 Minuten, jene ohne Ventil nur für 75 Minuten zu tragen. Für die Gesundheit des Trägers ist es unabdingbar, sich vor der nächsten Verwendung 30 Minuten zu erholen. Diese Masken sind nicht für den Dauereinsatz gedacht. Besteht die Möglichkeit, das Filtervlies auszutauschen, sollte dies nach acht Stunden geschehen. Gibt es diese Option nicht, sollte die Maske wenigstens gründlich desinfiziert werden. Grundsätzlich ist jedoch zusagen, dass FFP2 Masken nur so lange und so oft verwendet werden sollen, wie vom jeweiligen Hersteller vorgesehen. Sonst geht die Schutzwirkung verloren!

Fazit

FFP2 Masken eignen sich nicht zur Filterung von Mikroorganismen, jedoch sehr gut für Staub, feste und flüssige Partikel. Deshalb ist diese Maske sehr gut für diverse Arbeitseinsätze geeignet. Der Träger muss sich jedoch an die Vorgaben des jeweiligen Herstellers halten, da sonst die Maske ihre Wirkung verliert. Eine Wiederverwendung ist nur nach den Vorgaben des Herstellers sinnvoll. Dabei handelt es sich um genormte und zertifizierte Masken (Schutzklasse FFP2). Ist diese darüber hinaus auch mit dem CE-Zeichen und der 4-stelligen Nummer versehen, dürfen diese im europäischen Raum gehandelt werden.